Männer auf Touren

 
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Sonntag 22. August 2021

Schneealpe
Hinternasswald - Grenzriegel - Amaisbichl - Lohmgraben - Altenberg

 

Die Tour begann zeitig in der Früh mit Abfahrt Wien Hbf 07:25. Mit einem schnellen REX fuhren Alois, Frankie und John nach Payerbach, dort stieß Pepi dazu. Im gut besetzten Bus ging es durch das Höllental in das entlegene Hinternasswald (712m), wo um 09:20 die Tour begann. Zunächst ging es auf der Forststraße nach Westen. Die Straße war gemächlich ansteigend, so wurden stetig Höhenmeter gemacht. Geplant war der Aufstieg zur Schneealpe über den unmarkierten Grenzriegel. Den Einstieg zu finden, war nicht ganz einfach. Östlich des Kreuzsattels führten einmal Wegspuren nach links, das erschien aber noch zu früh, daher blieb die Gruppe am markierten Wanderweg bis zu einer umzäunten Weide, die in etwa an der Landesgrenze lag, dort war aber keine Abzweigung zu finden. Also ging es weglos bergauf nach Süden und nach etwas Herumirren konnte man den Amaisbichl sehen und den Wegverlauf erahnen. Irgendwann stieß man auf einen deutlichen Fußpfad und ab dann gab es keine Orientierungsprobleme mehr.

Wie es bei Gratwanderungen häufig so ist, bestand der Weg nicht nur aus Aufstiegen, sondern beinhaltete auch einige Zwischenabstiege an diversen Kuppeln und Kogeln. Es gab Ameisenhaufen in unglaublicher Dichte, stellenweise Haufen an Haufen - bei Waldameisen scheint die Gegend sehr beliebt zu seine, daher vielleicht auch der Name Amaisbichl. Nach dem Erreichen der Baumgrenze war das Gehen ausgesprochen bequem, da das Gelände mit Rasenbändern und Schotterstreifen treppenartig gestuft war. Die Gruppe entschied, nicht dem Weg zur Lurgbauerhütte zu folgen, sondern direkt zum Amaisbichl-Gipfel (1828m) aufzusteigen, wo man die Aussicht genießen und etwas verschnaufen konnte. Gipfelkreuz gab es keines, aber einen Steinhaufen. Es war 13 Uhr. Das Wetter bereitete etwas Sorgen. Zu Beginn der Wanderung war es wolkenlos gewesen, inzwischen wuchsen die Quellwolken und für den Nachmittag war erhöhte Gewittergefahr angekündigt. Nach kurzer Rast ging es über weiche Wiesen hinunter zur Lurgbauerhütte (1764m), wo das Schild "heute geschlossen" die Einkehrpläne über den Haufen warf. Der Gastgarten war nicht abgesperrt, also konnte man dort die mitgebrachte Jause verzehren. Unter anderen Umständen hätte man auf das Schneealpenhaus als Ersatz ausweichen können, aber der Weg dorthin war mit einer Stunde zu veranschlagen und da sich über der Heukuppe die Wolken gar so finster zusammenballten, schien es angeraten, lieber früher abzusteigen und im Tal einzukehren.

Also wurden das Schauerwandkreuz und der Pöttelkammsteig vom Programm gestrichen und es ging über den Almgraben und den Lohmgraben talwärts. Der Weg war steiler und gerölliger als der Aufstiegsweg, bot aber schöne Aussichten und imposante Felsen. Um 16 Uhr war Altenberg (782m) erreicht, wo gerade ein Dorffest stattfand. Dorthin wurden die Schritte aber nicht gelenkt, sondern zum Gasthaus. Es war nun wirklich höchte Zeit für Essen und Trinken und da der Bus erst um 18:09 fuhr, standen dafür zwei Stunden zur Verfügung. Mit dem netten Kellner konnte man auch plaudern. Die erste Stunde wurde im Gastgarten verbracht, dann begann es zu regnen und die Gruppe verzog sich in die Gaststube. Der Bus kam pünktlich und brachte die Gruppe nach Mürzzuschlag. Alois, Frankie und John fuhren mit dem Railjet nach Wien, Pepi musste den Regionalzug nehmen, da sein Auto in Payerbach stand.

Streckenlänge an diesem Tag 16km, 1120 Höhenmeter (die Kuppen am Grenzriegel nicht eingerechnet), Gehzeit 5¾ Stunden.

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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