Männer auf Touren

 
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Sonntag 5. September 2021

Reisalpe
Furthof - Schöntal - Reisalpe - Schöntal - Furthof


Mit dem schnellen Cityjet reisten Alois, Frankie, Igo, Karl und Michi aus Wien an, in St. Pölten stieß Stefan dazu, der von Salzburg kam. Weiter ging es mit Regionalzügen über Traisen nach Lilienfeld und von dort mit dem Bus nach Furthof, wo Michael, Pepi und Valentin warteten, die mit Auto bzw. Motorrad gekommen waren. Somit waren es 9 Mann, die sich um 11:10 nach einer letzten Justierung der Wanderkleidung von Furthof (466m) auf den Weg ins Schöntal machten. Für eine Bergtour ist das ein relativ später Aufbruch, aber die Männer auf Touren waren zuversichtlich, bis zur Abfahrt des letzten Busses um 18:57 wieder im Tal zu sein.

An der ersten Forststraßengabelung fehlten Wegweiser oder Markierung und das vorhandene Kartenmaterial gab widersprüchliche Hinweise: laut AMAP ging es nach Norden, laut Open Street Map nach Osten. Die Gruppe folgte AMAP und landete in einer Brennesselwiese gefolgt von einem wildromantischen Graben, der offenbar selten begangen wurde. Im weiteren Verlauf war der Wanderweg besser markiert, es ging auf Güterwegen und Fußpfaden ziemlich steil hinauf in den Schachernwald (816m) und dann leicht absteigend an den saftig grünen Almwiesen der Almerin vorbei Richtung Brennalm. Unterwegs gab es immer wieder schöne Aussichten und an der Querung einer Forststraße wurde eine kurze Trink- und Jausenpause eingelegt. Der weitere Aufstieg führte durch Wälder und über Kuhweiden mit vielen freundlichen Kühen und Heuschrecken mit roten Flügeln, bei denen es sich vermutlich um die seltene Rotflüglige Schnarrschrecke handelte. Dann wurde die Kuppe der Reisalpe mit dem Reisalpenschutzhaus erreicht, Ankunft 14:15.

Der Gastgarten war gut besucht, die Gruppe fand aber zwei freie Tische, an denen sie Platz nehmen konnte. Nun wurde gegessen und getrunken. Die Tische lagen im vorrückenden Schatten des Hauses, sodass nach einer Weile die meisten in die sonnenbeschienene Wiese daneben übersiedelten. Michael hatte sogar eine Liegedecke dabei. Nach erfolgter Stärkung ging es zum nahen Gipfelkreuz (1399m), wo die Aussicht genossen werden konnte. Es war zwar etwas diesig, aber man konnte auch Berge in größerer Entfernung als Silhouetten wahrnehmen. Das Rätsel, welche Gipfel denn hier zu sehen seien, wurde durch eine Panoramatafel vor der Hütte gelöst.

Die Autofahrer hatten schon beim Kommen die Gelateria in Furthof entdeckt. Die Frage war, wie lange sie am Sonntag geöffnet hatte. Google beantwortete diese Frage nicht, aber es ließ sich eine Telefonnummer finden. Es hob auch jemand ab und die Auskunft lautete bis 19 Uhr. Prima, das ging sich aus. Daher erfolgte der Aufbruch von der Reisalpe um 15:40 und am Aufstiegsweg ging es zurück nach Furthof. Der Weg war zwar bekannt, aber jeder Weg sieht im Abstieg anders aus als im Aufstieg und beim Plaudern lässt die Aufmerksamkeit nach, daher gab es dennoch zwei Verirrungen, die aber rasch bemerkt wurden. Karl und Michi bevorzugten den Abstieg über die Forststraße, der Rest ging lieber Fußpfade, nur den Abschnitt mit der Brennesselwiese ließen alle aus. Ankunft der Hauptgruppe in Furthof um 17:40. Nun gingen sich bis zur Busabfahrt ganz bequem Spaghetti Bolognese, Heiße Liebe und viele Getränke aus.

An diesem Tag wurden bei traumhaftem Wanderwetter 15km zurückgelegt, 1000 Höhenmeter, Gehzeit 5 Stunden.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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